Caibidil a Naoisonstige Wörter (Focail Eile) |
Man kann Fragewörter (Interrogativa) einteilen in:
Diese Einteilung hat im allgemeinen (und im Irischen besonders) wenig Sinn, da die Frageadverbien oft mit Hilfe der Pronomen gebildet werden (also Adverbialpronomen sind), Frageadjektive sind pronominale Adjektive. Sämtlich verhalten sie sich in irischer Syntax ähnlich. Einige Fragewörter (z.B. cá) können sowohl als Pronomen, Adverb und Adjektiv auftreten.
Während im Deutschen alle Fragewörter mit "w", im Englischen mit "wh" und im Lateinischen mit "qu" anfangen , beginnen sie im Irischen mit "c".
(vergl. dt.: was, engl.: what, lat.: quod , ir.: cad). Ursache all dieser Formen ist die indoeuropäische Wurzel "kw-".
Cé, cá, cad sind selbständige Fragewörter.
Alle anderen Fragewörter sind Kombinationen mit Substantiven, Pronomen, Präpositionen oder anderen Wörtern, wenn auch manchmal die Bestandteile kaum mehr erkennbar sind (z.B. conas < cá ionnas)
Syntax der Fragewörter:
Fragewörter enthalten eine nicht sichtbare, gedachte Form der Kopula, d.h. die Kopula wird als Teil des Fragewortes aufgefaßt.
z.B. cé = wer, wörtl.: "wer ist".
Das Fragewort ist somit stets Teil eines Kopulasatzes und zwar ist das Fragewort hierbei das Prädikat.
Das zu einem vollständigen Kopulasatz noch fehlende Subjekt ist nun der zu ergänzende Rest der Frage, z.B.: Cé hé sin? = Wer ist das?.
Wenn nun jedoch ein Verb auftreten soll (z.B. "Wer sagt das?"), wird dieses Subjekt durch einen Relativsatz mit dem betreffenden Verb gebildet, d.h. der Relativsatz ist ein Subjektsatz.
z.B.: Cé a deir sin? = Wer sagt das?, wörtl.: "Wer-ist [es], der sagt das?".
oder: Cad a rinne sé? = Was tat er? wörtl.: "Was-ist [es], das tat er?".
Mehr dazu unter Syntax: Ergänzungsfrage bzw. unter Kopula in Fragesätzen
Fragewörter können auch in indirekten Fragen als Konjunktion verwendet werden:
z.B. Níl a fhios agam cé hé an fear seo. = Ich weiß nicht, wer dieser Mann ist.
Fragewörter können auch in ausrufartigen Sätzen als Interjektionspronomen (forainmneacha intriachtúla) verwendet werden, wie im Deutschen:
z.B.: Cad é mar thubaiste! = Was für ein Desaster! Cad é mar athrú sa tsaoil! = Was für eine Veränderung in der Welt! Cé hiontas! = Welch Wunder!
Die Fragewörter unterscheiden sich in ihrer Verwendung zum Teil deutlich nach Dialekt.
Cé |
älter auch cia statt cé.
In Connacht treten auch (veraltende) Formen mit [t´] statt [k´] auf: té oder mit vorgesetztem go: go cé, go té, go dé
Cé in Kopulasätzen
| Präsens | Präsens
vor Vokal |
Präteritum | Präteritum
vor Vokal |
| cé | cé h | cér | cérbh |
Selten ist die Form cérb im Präsens vor Vokal: cérb iad = cé hiad = wer sind sie
Cé mit Kopula-Relativsätzen
| Relativsatz | Präsens | Präsens
vor Vokal |
Präteritum | Präteritum
vor Vokal |
| direkt | cé is | cé is | cé ba | cé ab |
| indirekt | cér | cérb | cér | cérbh |
Die indirekten Relativformen (cé + ar/arb/arbh) sind selten.
Cé mit Artikel an ( = welcher/welche/welches?)
| + an | + na | |
| cé | cén | cé na |
Verwendung
Cá |
Cá in Kopulasätzen
| Präsens | Präsens
vor Vokal |
Präteritum | Präteritum
vor Vokal |
| cá | cá h / c’ | cár | cárbh |
Cá mit indir. Kopula-Relativsätzen
| Präsens | Präsens
vor Vokal |
Präteritum | Präteritum
vor Vokal |
| cár | cárb | cár | cárbh |
Cá mit indir. Relativpartikel (in der Bedeutung: wo)
| Präsens u.a. | Präteritum |
| cá | cár |
Verwendung
Cad |
Verwendung
Conas |
cá/cé + ionnas > conas = welche Weise (älter auch cionnas, c’ionnas)
Conas ist vor allem in Munster gebräuchlich.
Verwendung
Cathain |
cá/cé + tan > cathain = welche Zeit
Cathain ist vor allem in Munster gebräuchlich.
Verwendung
An |
Formen
| Zeitform | Positiv | L/E | Negativ | L/E |
| Präsens u.a. | an | E | nach | E |
| Präteritum | ar | L | nár | L |
Verwendung
Fragewörter mit Präpositionen |
Diese Wörter werden auch als Interrogativ-Adverbialpronomen (forainmneacha dobhriathartha ceisteacha) bezeichnet.
Sie korrespondieren mit entsprechenden Adverbialpronomen in Nichtfragesätzen, ähnl. wie im Deutschen (vgl. cé aige = wobei mit: aige sin = dabei)
Verwendet wird stets die 3. Person Singular maskulin der Präposition (bei idir im Plural: cé eatarthu = wozwischen, bei ag tritt cé acu = wer davon bei Auswahlen auf), die mit cé, cá, cad kombiniert wird.
Diese Kombinationen verlangen einen indirekten Relativsatz (umgangssprachlich wird jedoch manchmal ein direkter Relativsatz verwendet).
z.B.: Cad air a bhfuil siad ag breathnú? = Was sehen sie sich an? (wörtl.: "Was auf-ihn, REL sind sie bei Schauen?")
Eine Ausnahme ist cé acu ("wer davon"). Dies verlangt einen direkten Relativsatz.
z.B.: Cé acu is fearr leat? = Welches davon magst du lieber? (wörtl.: "Wer bei-ihnen, REL-ist besser mit-dir?")
Weiterhin wird cé leis in der Bedeutung "wessen"/"wem gehört" und cé as/cad as/cá has "woher ist" in
einen nichtrelativen Kopulasatz verwendet.
z.B.: Cé leis an leabhar? = Wem gehört das Buch? (wörtl: "Wer mit-ihm [ist] das Buch?"
Fragewort und Präpositionalausdruck stehen gewöhnlich gemeinsam am Satzanfang und werden nicht auseinandergerissen.
Damit unterscheiden sich Fragesätze mit solchen Fragewörtern von Relativsätzen im Aussagesatz, in denen der Präpositionalausdruck am Satzende, getrennt vom Bezugswort, steht:
vgl.: an fear a bhfuil tú ag caint leis = der Mann, mit dem du sprichst (wörtl.: "der Mann REL bist du bei Sprechen mit-ihm")
Cé leis a bhfuil tú ag caint? = Mit wem sprichst du? (wörtl.: "Wer mit-ihm, REL bist du bei Sprechen?")
Eine alternativ denkbare Fragesatzform analog zum Aussagesatz mit vom Fragewort getrenntem Präpositionalausdruck am Satzende kommt jedoch auch vor:
vgl.: an fear a bhfuil tú ag caint leis = der Mann, mit dem du sprichst (wörtl.: "der Mann REL bist du bei Sprechen mit-ihm")
Cé hé a bhfuil tú ag caint leis? = Mit wem sprichst du? (wörtl.: "Wer er REL bist du bei Sprechen mit-ihm?)
In Aussagesätzen kann eine Präposition mit dem rückbezügl. Relativpronomen (s.u.) statt der indirekten Relativpartikel mit einem Präpositionalpronomens verwendet werden.
Die analoge Verwendung dieses Relativpronomens in Fragesätzen ist zwar denkbar, allerdings unüblich, wenn nicht gar falsch:
vgl.: an fear lena bhfuil tú ag caint = der Mann, mit dem du sprichst (wörtl.: "der Mann mit-dem bist du bei Sprechen")
Cé lena bhfuil tú ag caint? = Mit wem sprichst du? (wörtl.: "Wer mit-dem bist du bei Sprechen?")
Konjugierte Präpositionen
Die Verwendung und Übersetzung ergibt sich aus der jeweiligen Übersetzung der Präposition (hier wird nur die Grundbedeutung angegeben, wichtige übertragene Bedeutungen stehen in Klammern)
| Präp. | cé + | cá + | cad + | Übersetzung (u.a.)* |
| ag | cé aige | cá (h)aige | cad aige | bei wem, bei was, wobei, (wer hat) |
| ar | cé air | cá (h)air | cad air | auf wem, auf was, worauf |
| as | cé as | cá (h)as | cad as | aus wem, aus was, woraus, (woher) |
| chuig | cé chuige | cá chuige | cad chuige | zu wem, zu was, wozu, (warum) |
| de | cé de | cá de | cad de | von wem, von was, wovon |
| do | cé dó | cá dó | cad dó | zu wem, zu was, wozu, (wem) |
| faoi | cé faoi | cá faoi | cad faoi | unter wen, unter was, worunter, (worüber) |
| i | cé ann | cá (h)ann | cad ann | in wen, in was, worin |
| idir | cé eatarthu | cá (h)eatarthu | cad eatarthu | zwischen wem, zwischen was, wozwischen |
| le | cé leis | cá leis | cad leis | mit wem, mit was, womit, (wem gehört) |
| ó | cé uaidh | cá (h)uaidh | cad uaidh | von wem, von was, wovon, (woher) |
| roimh | cé roimhe | cá roimhe | cad roimhe | vor wem, wovor |
| trí | cé tríd | cá tríd | cad tríd | durch wen, durch was, wodurch |
| thar | cé thart | cá thart | cad thart | über wen, über was, worüber, (woentlang) |
| um | cé uime | cá (h)uime | cad uime | um wen, um was, worum |
*Nur cé kann in Bezug auf Personen und Sachen verwendet werden, also: cé air = auf wen/auf was,
Cad und cá treten nur in Bezug auf Sachen auf: cad air/cá air = auf was
Es kann statt cad auch céard (Connacht) oder goidé (Ulster) verwendet werden (bei goidé steht das Präpositionalpronomen meist am Ende: goidé ... air = worauf).
Formen mit cá sind typisch für Ulster, mit cad hingegen mehr für Munster (cad chuige als tuige, go tuige auch in den anderen Dialekten),
Formen mit cé werden in allen Dialekten benutzt, wenn auf Personen Bezug genommen wird ("wer"), in Bezug auf Gegenstände ("was") ist es v.a. in Connacht gebräuchlich.
Bei cá werden in Ó Dónaills Wörterbuch Formen wie "cá air" bei Präpositionen mit vokal. Beginn angegeben, Formen mit h (cá hair oder cá h-air) erscheinen jedoch richtiger und sind auch in der Literatur häufiger zu finden. Bei as steht so meist "cá has".
Im gesprochenen Ulster-Irisch hingegen wird das Fragewort cá und die Präposition oft zusammengezogen. z.B.: c’air, c’as, c’aige.
Die anderen Präpositionen mit Vokal (ann, uaidh, uime) sind mir bisher nie mit cá begegnet. (im Schottischen Gälisch ist z.B. auch c’uime zu finden. Cá (h)uime/c’uime ist im Irischen indes ohnehin nur theoretisch, da "um" nur in Munster und im Standard verwendet wird).
Abgeleitete Präpositionen
Den Genitiv verlangende zweigliedrige abgeleitete Präpositionen (aus Präposition und Substantiv) verwenden zur Bildung des passenden Fragewortes neben cad, céard, cé, cá zumeist das Possessivpronomen der 3. Person maskulin Singular a = sein
Auch diese Fragen werden gewöhnl. durch einen indirekten Relativsatz fortgesetzt.
Beispiele:
| Präposition | wörtl. | Fragewort | wörtl. |
| ar nós = wie | "auf Weise" | Cad ar a nós = wie, auf welche Weise? | "was auf seine Weise" |
| de chois = in der Nähe von | "von Fuß" | Cad dá chois = In der Nähe von was? | "was von-seinem Fuß" |
| i dtaobh = betreffend | "in Seite" | Cad ina thaobh = was betreffend, weshalb? | "was in-seiner Seite" |
| i gcoinne = gegen | "in Treffen" | Cad ina choinne = wogegen? | "was in-seinem Treffen" |
| le haghaidh = für | "mit Gesicht" | Cad lena aghaidh = wofür? | "was mit-seinem Gesicht" |
Wenn generell oder dialektal bestimmte Präpositionen nicht mit Possessivpronomen vorkommen (z.B. ar nós = wie, ar nós mé = wie ich statt ar mo nós), dann steht in der Frage auch kein Possessivpronomen (Cé ar nós? = Auf welche Weise?, Cé ar fud? = Wodurch?). Gelegtl. steht statt einer einfachen Präposition der Artikel (le linn = während, Cén linn? = Während was?)
Dreigliedrige abgeleitete Präpositionen ohne Genitiv (z.B. mar gheall ar = wegen, in aice le = in Nähe von verwenden hier die 3. Person masklin der letzten Präposition (z.B. air, leis)
Beispiele:
| Präposition | wörtl. | Fragewort | wörtl. |
| mar gheall ar = wegen | "wie Wette auf" | Cad mar gheall air = weswegen? | "was wie Wette auf-ihm" |
| in aice le = nah bei | "in Nähe mit" | Cad in aice leis = nah woran? | "was in Nähe mit-ihm" |
Seo, sin, siúd sind die Standardformen (adjektivisch úd statt siúd)
In Munster sind v.a. nach breiten Konsonanten die Formen so, san, súd gebräuchlich (z.B. an capall so aber na capaill seo, an fear san aber an buachaill sin).
In Ulster lautet die letzte Form siod statt siúd.
Es gibt in Kopulasätzen (z.B.im Präteritum) manchmal Formen ohne "s" (eo, in, iúd) siehe hierzu: "seo, sin, siud als Kopulaformen"
Bedeutung von seo, sin, siud:
seo = dies z.B. Seo é mo theach = Dies ist mein Haus. Tabhair dom seo! = Gib mir dies da!
sin = das z.B.: Sin a raibh anseo = Das ist alles, was da war.
siúd = jenes, das da z.B. Siúd is féidir liom a thabhairt = Das dort kann ich hergeben
Diese Pronomen zur Kennzeichnung von Substantiven werden gebildet mittels des Artikels und der 3 Wörter seo, sin, úd (in Ulster stattdessen adaí)
an ... seo = dieses ... z.B.: an teach seo = dieses Haus
an ... sin = das ... z.B.: an cailín sin = das Mädchen
an ... úd = jenes ..., das ... dort z.B.: an crann úd = der Baum dadrüben
Genau wie meist im Deutschen kann neben ein Demonstrativpronomen kein Possessivpronomen stehen ("dieses, mein Haus"). Wenn es doch nötig ist, auf den Eigner hinzuweisen, muß anstelle des Possessivpronomens eine Form von ag genommen werden:
z.B.: an teach seo (atá) agamsa = dieses Haus, das ich habe. Sa tír seo againne = In diesem, unseren Lande
Oft wird diese Konstruktion aus Demonstrativpronomen und ag als Alternative zu Possessivpronomen verwendet.
In Ulster wird das Demonstrativpronomen dabei gekürzt zu s’ (s’agamsa, s’agatsa, s’aigesean, etc.): an teach s’agamsa = mein Haus, oft entfällt dann der Artikel: teach s’agamsa = mein Haus.
In Connemara hingegen wird eine Kurzform des Präpositionalpronomens (seo ’amsa, seo ’atsa, etc.) verwendet: an teach seo ’amsa = mein Haus (Im Plural 1. und 2. Person auch hier mit verkürztem seo: s’ainne < seo againne, s’agaibhse < seo agaibhse)
Unmöglich sind solche Formen wie: *mo theach seo, *inár dtír seo o.ä.!
Die Form "a theach seo" hat eine andere Bedeutung. Es heißt nicht "dieses, sein Haus" sondern "dessen Haus" (s.u.)
Nur möglich mit der 3. Person (sé, sí, siad, é, í, iad oder synthet. Verbformen der 3. Pers. Plur. z.B. bhíodar = sie waren)
Nicht mit emphatischen Pronomina (seisean, sise, siadsan)!
é/í/iad seo = diese(r, -s), diese z.B.: Is é seo a rinne é = Dieser hat es getan.
é/í/iad sin = der, die, das, die z.B.: Tá sí sin go maith = Die ist gut.
é/í/iad siúd = jene(r,-s), jene z.B. Bhíodar siúd ina gcónai i mBéal Feirste = Jene lebten in Belfast.
Möglich ist auch eine Kombination mit dem sächl. Pronomen ea, um dies zu betonen: ea sin
z.B.: Is daoine maithe iad. - Is ea sin iad. = Sie sind gute Menschen. - Ja, das sind sie.
ebenfalls nur möglich mit der 3. Person (a = sein, ihr, ihr). Seo, sin, siúd bezieht sich hier auf das Possessivpronomen, nicht auf das Substantiv.
a .... seo = dessen, deren (fem. Sing.), deren (Plur.) z.B. a theach seo = dessen Haus
a ... sin = dessen, deren, deren z.B.: a theach sin = dessen Haus, a teach sin = deren (fem. Sing.)Haus
a ... siúd = dessen/desjenigen, deren/derjenigen, deren/derjenigen z.B. a dteach siúd = deren (Plur.) Haus
Mit dem Verbalnomen tritt á ... seo/sin/siúd als Objekt auf (á = do + a).
z.B. Tá mé á dhéanamh seo = Ich tue dies ("Ich bin zu dessen Tun" bzw. wörtl. "Ich bin zu-seinem Tun dies")
Im Deutschen sind Unterschiede nur bezügl. der Person (dessen, deren, deren) möglich, hinsichtlich der Entfernungs-Unterscheidung ("dies" gegenüber "jenes") sind die Formen dessen und desjenigen eher gleich, im Irischen werden sie stärker auseinandergehalten. Entfernungsunterschiede sind im Deutschen eher außerhalb guter Grammatik möglich: "diesem sein/jenem sein" u.ä.
Im Deutschen dient "dessen", "deren" auch als Genitiv-Relativpronomen ("Der Mann, dessen Frau hübsch ist").
Im Irischen wird hier aber die indirekte Relativpartikel benutzt! ("An fear a bhfuil a bhean go hálainn")
Diese werden einfach durch das "Präfix" an- gebildet:
(an- ist eigtl. das Präpositionalpronomen ann = in ihm, verwendet als Adverbialpronomen ("darin"), anseo also eigtl. ann seo = wörtl. "darin dies" > "hierin"), früher auch mit Doppel-n geschrieben. Ann allein als Adverb bedeutet auch da, dies hat allerdings anders als im Deutschen keinen demonstrativen Charakter.
anseo = hier z.B.: Táim anseo = ich bin hier
ansin = dort z.B.: Bhíomar inár gconaí ansin = Wir wohnten dort.
ansiúd = dort drüben z.B.: Bhi siad ina gcónaí thall ansiúd i Sasana = Sie wohnten dort drüben in England.
ansin kann auch als zeitliches Adverb ("dann") verwendet werden: Ansin a bhí mé i mo chonaí i Londain = Dann lebte ich in London
In Munster sind auch Formen mit breitem s üblich (anso, ansan, ansúd)
Auch mit der Präposition mar werden Adverbien gebildet:
mar seo = hierentlang, zu dieser Zeit, auf diese Weise, so (wörtl. "wie dies"): Téir mar seo = geh hierentlang! Déan é mar seo = tue es so!
mar sin = dortentlang, dann, so (wörtl.: "wie das"): Nach rachaidh tú mar sin? = Dann wirst du also nicht gehen?, cúig phunt nó mar sin = 5 Pfund oder so
mar siúd = so (wörtl.: "wie jenes"): mar seo nó mar siúd = so oder so
Auch zur Bildung weiterer Adverbialpronomen werden die Demonstrativpronomen benutzt:
z.B.: aige sin = dabei, aige seo = hierbei, air seo = hierauf, leis sin = damit, etc.
Relativpronomen sind Wörter, die sich auf ein Wort ("Bezugswort") im vorhergehenden Teilsatz zurückbeziehen
(wie z.B. das Wort "die" in diesem Satz, das sich auf "Wörter" bezieht).
Im neuen Teilsatz bildet das Pronomen das Subjekt (direkte Relativsätze), ein direktes Objekt (ebenfalls direkte Relativsätze) oder ein indirektes Objekt (indirekte Relativsätze)
Im Deutschen werden gewöhnlich die Relativ-Pronomen der, die, das oder auch welcher, welche, welches verwendet.
Im Irischen hingegen wird üblicherweise nur eine Relativ-Partikel und kein Pronomen verwendet.
Vergleichbar sind im Deutschen jedoch als Nota relationis bezeichnete Relativadverbien, insbes. das hochsprachliche aber veraltete so (z.B.: Dieser Mann, so ich vertraut habe, wollte nur mein Geld.) oder das eher mundartliche "wo", welche in manchen deutschen Dialekten anstelle der Relativpronomen tritt. (z.B.: "der Mann, wo es gesagt hat" statt "der Mann, der es gesagt hat".)
Warum Partikel und nicht Pronomen?
Die direkte Relativpartikel steht nicht für ein Substantiv ("pro nomen") als Subjekt oder Objekt des Relativsatzes, sondern das Bezugswort ist direkt Subjekt/Objekt, ohne daß es eines Pronomens bedarf. Die Relativpartikel verbindet nur Bezugswort und Relativsatz. Eine ausführlichere Begründung gibt es in der Fußnote [ 1 ]
Eine Unterscheidung zwischen maskulin ("der", "welcher") und feminin
("die", "welche") oder zwischen Singular und Plural gibt es bei der Relativpartikel nicht.
Sie ist zudem in gesprochener Sprache nur sehr kurz und flüchtig.
| Zeitform | positiv | L/E | negativ | L/E |
| Präsens u.a. | a | L | nach | E |
| Präteritum | a | L | nár | L |
Beispiel:
An teach a bhí go maith = das Haus, das gut war.
An scéal nach raibh go maith = die Geschichte, die nicht gut war.
Die direkte Relativpartikel a verlangt die unabhängige Verbform, d.h. im Präteritum steht d’ vor Vokal: z.B.: a d’ól tú = den du trankst
Die negative Form nach/nár verlangt die abhängige Verbform, d.h. im Präteritum ohne d’ vor Vokal: z.B.: nár ól tú = den du nicht trankst
Weiteres zur Verwendung siehe: Satzformen: direkter Relativsatz
Im Deutschen die (Genitiv-) Relativpronomen dessen, deren, (Dativ-/Akkusativ-) Relativpronomen mit Präposition z.B. an dem, in der, auf dem etc.
Auch dies ist eine Partikel und kein Pronomen, da ein weiteres, echtes rückbezügliches Pronomen (forainm iartheachtach) auftritt (zumeist ein Präpositionalpronomen [dt. z.B. "auf dem"] oder ein Possessivpronomen [dt. z.B. "dessen"])
Die indirekte Relativpartikel verbindet nur Relativsatz und Bezugswort. Das Bezugswort wird durch ein rückbezügliches Pronomen im Relativsatz vertreten, ist daher nur indirekt Objekt des Relativsatzes.
| Zeitform | positiv | L/E | negativ | L/E |
| Präsens u.a. | a | E | nach | E |
| Präteritum | ar | L | nár | L |
Die indirekte Relativpartikel a/ar und nach/nár verlangt die abhängige Verbform. z.B.: ar ól tú inti = in der du trankst
Beispiele:
an teach a bhfuil mé ann = das Haus, in dem ich bin. (a = Relativpartikel, ann = rückbezügliches Pronomen)
an bord nach bhfuil sé air = der Tisch, auf dem es nicht ist. (nach = Relativpartikel, air = rückbezügliches Pronomen)
an teach a bhfuil a dhíon go dona = das Haus, dessen Dach schlecht ist. (1. a = Relativpartikel, 2. a = sein = rückbezügliches Pronomen)
Durch Hinzusetzen eines solchen rückbezüglichen Pronomens kann auch eine direkte Relativpartikel durch eine indirekte Relativpartikel ersetzt werden (wenn das Bezugswort Objekt des Relativsatzes ist).
Beispiel:
an teach a bhfeiceann tú é = das Haus, das du siehst. (a = Relativpartikel, é = rückbezügliches Pronomen)
anstelle eines direkten Relativsatzes:
an teach a fheiceann tú = das Haus, das du siehst.
In Munster tritt go/gur als indirekte Relativpartikel (anstatt a/ar) auf
z.B. an teach go bhfuil mé ann = das Haus, in dem ich bin (go = Relativpartikel, ann = rückbezügl. Pronomen)
Weiteres zur Verwendung siehe: Satzformen: indirekter Relativsatz
In obigen indirekten Relativsätzen tritt neben die Relativpartikel ein rückbezügliches Pronomen
(z.B. ein Präpositionalpronomen: an bord a bhfuil an leabhar air = der Tisch auf dem das Buch ist).
In diesem Falle ist das Relativum a nur eine Partikel.
Eine Präposition kann jedoch auch direkt vor dem Relativum stehen.
In diesem Falle tritt das Relativum selbst als ein rückbezügliches Pronomen auf (dann genau wie im Deutschen: der Tisch, auf dem ...). Es ist dann ein echtes Pronomen und nicht bloß Partikel:
Beispiele:
an bord ar a bhfuil an leabhar = der Tisch auf dem das Buch ist.
an teach ina bhfuil mé = das Haus in dem ich bin.
Negative Formen (nach/nár) treten als Pronomen nicht auf.
Hier wäre eine normale indirekte Relativpartikel mit einem Präpositionalpronomen am Satzende notwendig (z.B.: an teach nach bhfuil mé ann = das Haus in dem ich nicht bin)
Weiteres zur Verwendung siehe: Satzformen: indirekter Relativsatz
Formen
Die Formen sind mit der indirekten Relativpartikel identisch.
| Zeitform | positiv | L/E |
| Präsens u.a. | a | E |
| Präteritum | ar | L |
Es treten jedoch Verknüpfungen mit den auf Vokal endenden Präpositionen auf:
| Präp. | mit a | mit ar | Übersetzung |
| le | lena | lenar | mit dem/der |
| de | dá | dar | von dem/der |
| do | dá | dar | zu dem/der |
| i | ina | inar | in dem/der |
| ó | óna | ónar | von dem/der |
| faoi | faoina | faoinar | unter dem/der |
| trí | trína | trínar | durch den/das/die |
Das rückbezügliche Relativpronomen verlangt die abhängige Verbform. z.B.: inar ól tú = in der du trankst; ina bhfuil tú = in der du bist
Auch mit der Präpoition ar tritt gelegtl. eine Form mit -n- auf: arna, arnar = "auf dem/der", häufiger jedoch ohne -n-.
Im Deutschen "das, was" oder "alles, was"; im Irischen kurz "a"
In der Form (einschließlich folgender Eklipse) ist es identisch mit der indirekten Relativpartikel.
Allerdings fehlt ein passendes Bezugswort vollkommen. Das Relativpronomen vertritt selbst das Bezugswort (réamhtheachtaí), daher die Bezeichnung réamhtheachtach
| Zeitform | positiv | L/E |
| Präsens u.a. | a | E |
| Präteritum | ar | L |
Das verallgemeinernde Relativpronomen verlangt die abhängige Verbform.
Beispiele:
Sin ar ól tú. = Das ist alles, was du trankst.
Chonaic mé a raibh anseo. = Ich sah alles, was da war.
Tabhair leat a bhfuil uait. = Nimm, was du brauchst.
Das Relativpronomen tritt oft auch zusammen mit gach auf:
z.B.: Gach a bhfuil ann = Alles was da ist.
(In Conamara tritt is (< agus) dazwischen: Gach is a bhfuil ann = Alles was da ist.)
Zusammen mit vokalisch endenden Präpositionen ergeben sich in der Form die gleichen Verknüpfungen wie mit dem rückbezüglichen Relativpronomen:
| Präp. | mit a | mit ar | Übersetzung |
| le | lena | lenar | mit allen, die |
| de | dá | dar | von allen, die |
| do | dá | dar | zu allen, die |
| i | ina | inar | in allen, die |
| ó | óna | ónar | von allen, die |
| faoi | faoina | faoinar | unter allen, die |
| trí | trína | trínar | durch alle, die |
Häufig hiervon ist insbesondere das partitive dá, dár < de + a/ar = "von allen, die", "von dem, was":
z.B. an fear is cliste dá bhfuil ann = der klügste Mann von allen, die es gibt.
Nior thuig mé leath dá ndúirt tú = Ich habe nicht die Hälfte verstanden von dem, was du sagtest.
Auch mit der Präpoition ar tritt gelegtl. eine Form mit -n- auf: arna, arnar = "auf allen, die", häufiger jedoch ohne -n-.
Siehe auch entspr. Abschnitt Satzformen: verallg. Relativpronomen
In lateinischer Grammatik sind "Determinativpronomen" Demonstrativpronomen, auf die sich ein Relativpronomen bezieht. Für das Irische fasse ich hier Pronomen und pronominal gebrauchte Substantive zusammen, auf die stets oder ganz überwiegend ein Relativsatz folgt. Fragepronomen sind, so wie sie im Irischen verwendet werden, nach dieser Definition eigtl. auch Determinativpronomen.
(Irische Demonstrativpronomen sind mit Ausnahme von siod (< siúd) keine Determinativpronomen.)
Echte indefinite (unbestimmte) Pronomen gibt es kaum. Beispiele wären cách (jeder), ceachtar (eins von 2)
Statt dessen werden meist Substantive wie duine (Mensch), rud, ní (Sache) oder ceann (Kopf) benutzt.
Hinzutreten versch. pronominale Adjektive wie uile (alle), eile (andere), éigin (irgendein), gach (jeder), ar bith (überhaupt) oder Zahlwörter wie aon (ein, kein) u.ä., die nur selten jeweils auch allein als substantivische Pronomen auftreten können.
Einige Substantive werden im Sinne pronominaler Adjektive verwendet, indem sie mittels Genitiv oder der Präposition de mit anderen Substantiven verbunden werden (a leithéid sin de bhád = solch ein Boot). Oft erscheinen sie dann stets mit dem maskulinen Possessivpronomen der 3. Pers. Singular a = sein: a leithéid, a mhalairt, a oiread, a lán, a thuilleadh)
Nur in Fragesätzen wird eingesetzt (dieselben Formen in neg. Sätzen bedeuten "keiner, keins"):
leithéid ist ein Substantiv und bedeutet "Abbild", ein "Gleichartiges", es wird meist im Sinne von "solcher", "so etwas" verwendet. Dann zumeist mit dem Possessivpronomen a = sein (aber auch mit anderen Possessivpronomen i.S. von "meinesgleichen", etc.)
Statt leithéid können z.T. auch andere Ausdrücke wie den shórt sin = "von dieser Sorte", an cineál sin = "dieser Art", a samhail = "sein Abbild" verwendet werden.
*: mit sin mehr in demonstrativer Sicht (a leithéid sin de cheol = solche Musik), ohne sin mehr zur Intensivierung (a leithéid de cheol ar a fheabhas = so gute Musik)
Ähnlich wie a mhalairt (etwas anderes), a leithéid (soetwas) tritt auch a oiread (soviel) auf.
oiread = Menge, Anzahl.
Ein "unpersönliches" Pronomen wie das deutsche man gibt es nicht.
féin (= selbst) wird verwendet als:
féin tritt auf (retrospektiv und reflexiv):
féin wird öfter [he:n´] statt [f´e:n´] ausgesprochen.
(z.T. dialektabhängig, z.T. abhängig von vorhergehenden Lauten)
In Connemara ist z.B. nur die Aussprache [he:n´] üblich.
Auch die Aussprache [p´] kommt vor, wenn es nach -m steht (insbesondere nach Präpositionalpronomen der 1. Person oder der Verbendung -im): dhom féin [γom p´e:n´] = zu mir selbst. Dann auch z.T. péin geschrieben (dhom péin).
Die Schreibweise fhéin ist im Irischen eigtl. falsch (da fh stumm ist, wäre die zu erwartende Aussprache von fhéin [e:n´], nicht [he:n´]). Dennoch ist diese Schreibweise häufig. Sie ist auch im schottischen Gälisch zu finden.
Seltener sind Varianten mit Endung -each oder -eacht: féineach, féineacht, z.B. liom féineach = mit mir selbst
Adjektivisches selbe ist céanna: z.B. an fear céanna = derselbe Mann (siehe pronominale Adjektive)
féin = selbst kann nicht nur als Pronomen sondern auch als Adverb verwendet werden (wie im Deutschen)
Dies sei hier der Vollständigkeit halber erwähnt.
Es tritt auf im Sinne von "sogar":
z.B.: Bhí Pól féin ann = Selbst Paul war da / Sogar Paul war da.
Es kann allein oder als Ergänzung anderer Adverbien auftreten.
z.B.: mar sin féin = selbst dann, trotzdem, jedenfalls; anois féin = selbst jetzt; fós féin = selbst noch; cheana féin = sogar schon
*: é/í/iad wird meist eingeschoben, um das Pronomen vom Adverb zu unterscheiden
vgl.: Bhí Pól é féin ann. = Paul war selbst (persönlich) da. (= Pronomen)
Bhí Pól féin ann. = Selbst (sogar) Paul war da. (= Adverb)
| einander | a chéile |
céile ist eigtl. ein Substantiv (Gefährte, Kamerad, Gatte),
a ist eigtl. das Possessivpronomen 3. Pers. Sing. (= sein)
zusammen heißt a chéile also wörtlich: "sein Gefährte"
Statt a chéile wurde (seltener) auch araile verwendet.
Es treten, wie im Deutschen, Kombinationen mit Präpositionen auf. Hierbei entfällt oft scheinbar[ 3 ] das Possessivpronomen "a" nach vokalisch endenden Präpositionen (außer bei ina), jedoch wird dennoch Lenition ausgelöst (z.B.: le chéile statt lena chéile)
Beispiele
le(na) chéile = miteinander, zusammen,
ó(na) chéile = voneinander,
trí(na) chéile = durcheinander (wie im Deutschen auch im übertragenen Sinne),
faoi(na) chéile = untereinander,
ina chéile = ineinander,
as a chéile = auseinander, nacheinander,
dá chéile = zueinander, voneinander (do, de)
i ndiaidh a chéile = nacheinander,
mar a chéile = gleich (wörtl.: wie einander),
oiread le chéile = jeder so viel wie der andere (wörtl.: Menge miteinander),
de réir a chéile = nacheinander, nach und nach, etc.
Zusammen mit einem Substantiv und einem Paar gegensätzlicher Präpositionen (z.B. von/bis, aus/in) bedeutet es (von) einem ... (bis zum) anderen.
z.B.: ón lá go chéile = von einem Tag zum anderen, as gach fásach ina chéile = aus einer Einöde in die andere
Wie im Deutschen einander kann sich a chéile auch auf ein Ganzes beziehen (z.B. bheith trína chéile = durcheinander sein, titim ó chéile = auseinander fallen, titim isteach ina chéile = zusammenfallen)
Form: a
Diese Partikel wird stets in der Anrede benutzt (in der gesprochenen Sprache wird es oft verschluckt und ist stets unbetont)
Das nachfolgende Substantiv steht im Vokativ.
a leniert das nachfolgende Wort (auch, wenn es "verschluckt" wird), nichtirische Personennamen werden nicht leniert.
Es entspricht in heutiger Verwendung kaum dem deutschen Wörtchen "o" (a thiarna! = [o] Herr!), denn das Irische "a" wird stets benötigt, das deutsche "o" wird eher selten benutzt und hat dann einen stark appellativen Charakter
Man läßt die Vokativpartikel daher meist in der Übersetzung weg, z.B.: a Sheáin = Seán! (nicht: o Seán!)
Es kann hingegen im Irischen zusätzlich ein betontes, appellatives ó stehen (nach dem Substantiv oder davor): a chailín ó = O Mädchen!, fill a rún ó! = kehr zurück, Geliebter!, ó, a Dhia = O Gott!
Form: a
Die Zahlpartikel tritt vor (Kardinal-) Zahlen auf, wenn kein Substantiv folgt.
Insbesondere:
Die Zahlpartikel dient dazu, daß die sonst nur adjektivischen Zahlen auch allein stehen können ohne ein folgendes Substantiv (trí úll = drei Äpfel, a trí = drei).
Nach a tritt keine Lenition oder Eklipse auf, jedoch h-Vorsatz vor Zahlen mit vokalischem Beginn (a haon, a hocht, a haon déag, etc.).
Mit Präpositionen kann sich die Partikel a verbinden; die Formen ähneln jenen Kombinationen aus Präposition und Possessiv- bzw. Relativpronomen. Sie treten vor allem beim Rechnen auf:
a sé faoina dó sin a dó dhéag = 6 mal 2 ist gleich 12 (faoi + a)
a dó óna trí sin a haon = 3 minus 2 ist gleich 1 (ó + a)
(Der Form nach ähnelt die Partikel also dem femininen Possessivpronomen a = ihr/ihre)
[ 1 ] Die direkte Relativpartikel ist im Grunde überflüssig. Sie ist eine relativ neue Entwicklung, früher stand nur die Lenition des Verbs als Zeichen der Relativbeziehung ohne jede Partikel oder Pronomen. (an fear chuireas = der Mann, der legt). Auch heute wird sie oft nicht ausgesprochen, zumeist aber geschrieben.
Entwickelt hat sich a aus der früher häufigen Präteritumpartikel do, die von unregelmäßigen Verben auch in anderen Zeitformen benutzt wurde. Irgendwann war sie vor allem noch in Relativsätzen hörbar, wurde so als Relativum gedeutet und auf andere Verben übertragen: (an fear do chuireas = der Mann, der legt), zumal es als vermeintliche "Ursache" der Lenition des Verbs gut taugte. Sie schrumpfte dann zum heutigen a (an fear a chuireas = der Mann, der legt).
Wie man hieraus sieht, ist a eine Partikel ohne Eigenbedeutung, kann also kein "Pronomen" sein. Daß im Deutschen Relativpronomen benutzt werden, ist eine ganz andere Geschichte ...
[ 2 ] Die Angabe "+ direkter Relativsatz" gilt, wenn an té u.a. Pronomen Subjekt oder dir. Objekt des Relativsatzes ist. Unter entsprechenden Umständen ist auch ein indirekter Relativsatz möglich. z.B.: an té ar thug mé dó é = derjenige, dem ich es gab
[ 3 ] Nur scheinbar, denn: Es handelt sich bei le chéile, faoi chéile statt lena chéile, faoina chéile um erhaltene ältere Formen, in denen Präposition und Possessivpronomen ohne eingeschobenes -n- verschmolzen (le + a = le), daher auch nicht bei ina chéile, da hier seit jeher aufgrund der Eklipse nach i ein n- notwendig ist.