Caibidil a Dó: Das Adjektiv (An Aidiacht)

Steigerung der Adjektive (An Chomparáid)


Komparativform
    - regelmäßige Bildung
    - unregelmäßige Bildung
    - Steigerung mit mó und lú
    - Die Endung -de
Verwendung des Komparativs
  Prädikative und Adverbiale Verwendung
    - abhängiger Komparativ
    - unabhängiger Komparativ
    - sonstiges
  Attributive Verwendung
    - unabhängiger Komparativ und unbestimmtes Substantiv
    - bestimmtes Substantiv und/oder abhängiger Komparativ
    - bestimmtes Substantiv
  Sonstige Verwendung
Der Äquativ
Der Exzessiv

Die Komparation (an chomparáid)

Im Irischen gibt es nur zwei Stufen der Steigerung (céimeanna comparáide):

(Die in vielen Büchern, sogar Grammatiken, zu findende Unterscheidung eines Komparativs mit "níos" von einem "Superlativ" mit "is" ist zu sehr vereinfacht und schlicht falsch. Richtig daran ist lediglich, daß die Form mit "níos" rein komparativisch ist, die Form mit "is" kann jedoch sowohl komparativisch wie superlativisch gebraucht werden.)

Die regelmäßige Bildung der Komparativform (foirm bhreischéime)

Die Komparativform tritt nie allein auf, sondern stets mit níos oder is, d.h. stets im Kopulasatz. Siehe unter Verwendung.
Die regelmäßige Bildung der Komparativform entspricht einfach der femininen Genitiv-Singular-Form  der Adjektive (siehe Deklination)
Hier nochmals als Zusammenstellung:

Die unregelmäßige Bildung:

Es gibt nur wenige unregelmäige Komparativformen:
 

Positiv Komparativ
deutsch irisch             irisch             deutsch
gut maith fearr besser
schlecht dona measa schlechter
übel olc measa übler
klein beag kleiner, weniger
groß mór größer, mehr
lang fada faide,
sia
länger
schön breá breátha schöner
heiß te teo heißer
einfach furasta fusa einfacher
viel iomaí lia mehr
nah fogas foisce näher
lieb ionúin ansa,
ionúine
lieber
wahrscheinlich dócha dóichí wahrscheinlicher
stark  tréan treise,
tréine
stärker
trocken  tirim tirime,
tiorma
trockener
- - túisce eher
- - neasa (do) näher (an) 

Zu túisce, neasa gibt es keine Grundform.
Hinzu kommen noch jene Adjektive mit unregelmäßiger femininer Genitivform, die stets ebenfalls als Komparativ verwendet wird.

Bildung des Komparativs mit und

Einige Adjektive haben die gleiche Steigerungsform wie die Grundform (so im Standard alle der 3. Deklination).
Um dennoch die Steigerung kenntlich zu machen, kann man zusätzlich die Wörtchen (= größer, mehr) oder (= kleiner, weniger) benutzen. Vgl. English more und less.
Theoretisch ist diese Bildung mit allen Adjektiven möglich.
Insbesondere läßt sich mit eine abgeschwächte Aussage treffen i.S. "weniger": (z.B.: is lú is sean = nicht so alt, weniger alt). Hier wird dann auch oft das abstrakte Substantiv statt des Adjektivs verwendet (níos lú fearúileacht = weniger männlich)
is mó is mit einem weiteren Komparativ bedeutet eher ein Übermaß, z.B.: is mó is airde = ró-ard = zu hoch
 

Zeitform Form Beispiel
Präsens u.a. is mó / lú is + Adjektiv-Grundform Is mó is crua é ná riamh = Es ist schlimmer als je zuvor
Präteritum/Konditional ba mhó / lú ba + Adjektiv-Grundform Ba mhó ba chrua é ná riamh. = Es war schlimmer denn je. 
alternativ is mó / lú + Substantiv an fear is mó cáil = der berühmteste Mann 

Die letzte Form entspricht eher dem deutschen Genitiv-Attribut "ein Mann größten Ruhmes"
(Diese Form ist nicht auf die Komparative un beschränkt, sondern kann mit allen Adjektiven im Komparativ auftreten.)

Die Endung -de = um so:

An die Steigerungsform kann zusätzlich die Endung -de (oder -ide) angehängt werden (wobei das -e der Steigerungsform entfällt).
In der Grammatik des Schottischen Gälisch wird diese Form auch als "zweiter Komparativ" bezeichnet.
z.B. fearrde = um so besser, móide = um so größer/mehr, lúide = um so kleiner/weniger, troimide = um so schwerer, deacraide = um so schwieriger
Unregelmäßig ist die Form miste = um so schlechter, um so schlimmer (measa + de > miste), gelegtl. aber auch measaide, v.a. wenn eher die wörtl. Bedeutung beabsichtigt ist.

Dieses -de entspricht dem Präpositionalpronomen de (Präposition de + é) und bedeutet wörtlich "von ihm, davon"
Es stellt ein Pronomen dar, das sich auf etwas im Weiteren Genanntes oder Ungenanntes bezieht, um dessen Ausmaß die Steigerung eintritt.
Wenn das Ausmaß genannt wird, steht es ohne Präposition nach dem Subjekt des Satzes (in der dt. Übersetzung muß meist die Präposition "durch" stehen)
Hauptsächlich hat dies die Bedeutung "um so", "je", wobei es oft verwendet wird, ohne daß im Deutschen "um so" notwendig ist.
Oft hat es übertragene, idiomat. Bedeutung (z.B. ní miste = nichts ausmachen; ní móide go … = es ist unwahrscheinlich, daß …)
(vgl. auch unten die Verwendumg der Präposition de zur Darstellung eines Ausmaßes, z.B.: níos sine de trí bliana = um drei Jahre älter)

Beispiele:
Is fusaide é a dhéanamh. = Um so leichter ist es getan. (wörtlich: "Is leichter-davon es zu tun")
Is fearrde duine gáire. = Lachen tut gut. (Man ist um so besser durch Lachen.) (wörtlich: "Ist besser-davon Mensch Lachen")
Ní miste liom é. = Es macht mir nichts aus. (Ich finde, es ist nicht (um so) schlechter.) (wörtlich: "Nicht-ist schlechter-davon mit-mir es")
Ní móide go rachfaidh mé. = Es ist unwahrscheinlich, daß ich gehen werde. (Es ist nicht umso mehr, daß ...) (wörtlich: "Nicht-ist größer-davon daß gehen-werde ich")
Is móide an trua. = Um so bedauerlicher ist es. (wörtlich: "Ist größer-davon das Bedauern")
Ní lúide mo mheas air. = Meine Achtung für ihn wird nicht (um so) kleiner (dadurch) (wörtl.: "Nicht-ist kleiner-davon meine Achtung auf-ihn")
Ní troimide an loch an lacha. = Der See ist nicht (um so) schwerer durch die Ente. (wörtl.: "Nicht-ist schwerer-davon der See die Ente")
Is fearrde thú Guinness. = Um so besser geht es dir durch Guinness (wörtl.: "Ist besser-davon du Guinness")
Gura móide teaghlach Dé a anam uasal! = Möge Gottes Haushalt (um so) größer werden durch seine edle Seele! (als Wunsch für einen Verstorbenen)

móide und lúide dienen auch als "plus" und "minus":
a dó móide a ceathair = zwei plus vier
lúide 10 bpunt = minus 10 Pfund (wörtl. "weniger-davon 10 Pfund", "um so weniger 10 Pfund")

In einer etwas anderen Verwendung tritt is amhlaidh is + Komparativ in der Bedeutung "je ... desto", "um so ... desto" auf.
Dies insbesondere in Konstruktionen mit dem abstrakten Substantiv, siehe dort.


Verwendung des Komparativs (comhréir na breischéime)

Die Komparativform kann nicht (wie etwa im Deutschen) wie ein normales Adjektiv prädikativ und attributiv verwendet werden.
Es ist eine rein prädikative Adjektivform (im Deutschen z.B.: "Der Mann ist größer").
Weiterhin kann die Komparativform nur mit der Kopula verwendet werden (auch "níos" ist eine Kopulaform)
Eine attributive Verwendung (im Deutschen z.B.: "der größere Mann") ist nicht möglich (falsch wäre *"an fear mó"). Eine solche Aussage kann nur mit Hilfe von Umschreibungen, zumeist eines Kopula-Relativsatzes, in dem der Komparativ dann wieder Prädikat ist, getroffen werden (auf Deutsch z.B.: "der Mann, der größer ist" = an fear is mó).

Bei der Anwendung der Steigerungsform muß man daher unterscheiden, ob das Adjektiv dem Sinn nach

eingesetzt werden soll. Zudem gibt es teilweise Unterschiede, wenn es

Prädikative und adverbiale Verwendung:

die abhängige Steigerung (comparáid spleách)

Diese Verwendung ist durch den Einsatz der Konjunktion = als gekennzeichnet, die den Vergleichspartner einführt. [ 2 ]
(Es kann aber auch ein Vergleichspartner mit ähnlichen Konjunktionen, z.B. i gcomparáid le = im Vergleich mit, auftreten)
Die einfachste Form ist ein Kopulasatz mit dem Komparativ als Prädikat:
In diesem Fall tritt nur die Kopula auf, im Präsens is und Präteritum/Konditional einfach ba.

Zeitform Form Beispiel
Präsens is + Steigerungsform Is gile an ghrian ná an ghealach. = Die Sonne ist heller als der Mond.
Prät. und Kondit. ba + Steigerungsform Ba ghile an ghrian ná an ghealach. = Die Sonne war heller als der Mond.
Prät. und Kond. vor Vokal/fh b’ + Steigerungsform B’áille an ghrian ná an ghealach. = Die Sonne war schöner als der Mond.

Is fearr Gaeilge bhriste ná Béarla cliste! = Gebrochenes Irisch ist besser als kluges Englisch!

In anderen Sätzen, d.h. wenn andere Verben auftreten, ist dies nicht möglich, hier erfolgt der Einsatz von níos:

Zeitform Form Beispiel
Präsens u.a. níos + Steigerungsform Tá an ghrian níos gile ná an ghealach. = Die Sonne ist heller als der Mond.
Scríobhann sé níos measa ná mise = Er schreibt schlechter als ich.
Prät. und Kondit. ní ba / níba + Steigerungsform Bhí an ghrian ní ba ghile ná an ghealach. = Die Sonne war heller als der Mond.
Scríobh sé ní ba mheasa ná mise = Er schrieb schlechter als ich.
Prät. und Kondit. vor Vokal / fh ní b’ / níb + Steigerungsform Bhí an ghrian ní b’áille ná an ghealach. = Die Sonne war schöner als der Mond.
Scríobh mé ní b’fhearr ná eisean. = Ich schrieb besser als er.

Wenn ein Teilsatz als Vergleich folgt

In diesem Falle steht ná (mar), seachas mar, thar mar mit einem direkten Relativsatz:
Labhraíonn sé níos fearr ná (mar) a scríobhann sé. = Er spricht besser als er schreibt.

Die unabhängige Steigerung (comparáid neamhspleách)

Wenn der Vergleichspartner mit ná weggelassen wird, spricht man vom unabhängigen Komparativ.
(z.B. "Die Sonne ist heller" statt "Die Sonne ist heller als der Mond")
In der Form des Satzes ändert sich in prädikativer/adverbialer Verwendung nichts.
Jedoch tritt ein einfacher Kopulasatz eher nicht auf, in prädikativer Verwendung ist also das Verb bí notwendig.
z.B.: Tá an aimsír níos teo inniu. = Das Wetter ist heute wärmer.
        Bhí an ghrian níba ghile inné. = Gestern war die Sonne heller.
        Léim Seán níos airde fós. = Seán sprang noch höher.

sonstiges

Um die Zunahme einer Eigenschaft (z.B."besser werden") auszudrücken, wird das Verb éirigh verwendet
z.B.: D’éirigh an aimsir níos teo ón lá inné = Das Wetter wurde wärmer seit gestern. (wörtl.: "Stieg das Wetter Sache-ist wärmer vom Tag gestern")
Oder man verwendet das graduelle abstrakte Substantiv statt des Komparativs mit dem Verb téigh + i (wörtl.: "gehen in"), oder + chun (wörtl.: "gehen zu")
z.B.: Tá sé ag dul i bhfeabhas. = Es wird besser. (wörtl.: "Ist es bei Gehen in Verbesserung")
oder: Tá sé ag dul chun feabhais. = Es wird besser. (wörtl.: "Ist es bei Gehen zu Verbesserung")

Um Aussagen mit viel + Komparativ zu machen (z.B.: "viel besser"), verwendet man im Irischen mórán = "eine Menge", cuid mhaith = "ein gutes Teil" oder i bhfad = "in Länge" + nios
z.B. cuid mhaith níos fearr = viel besser, mórán níos mó = viel größer, i bhfad níos measa = viel schlechter.
Ähnlich können im übertragenen Sinne auch Zahlen, vor allem seacht = "sieben (mal)" verwendet werden.
z.B.: Tá sise seacht níos áille ná tusa. = Sie ist viel ("siebenmal") schöner als du.

Das Ausmaß des Unterschieds (z.B. "fünf Jahre älter") wird mit der Präposition de = von (hier im Sinne des deutschen "um") ausgedrückt.
z.B.: níos sine de chúig bliana = (um) 5 Jahre älter,
níos troime de dhá únsa = (um) 2 Unzen schwerer,
níos faide de trí mhíle = (um) 3 Meilen länger
Wird keine Angabe des genauen Ausmaßes gemacht, so steht dann de als Pronomen der 3. Person ("um-es"). Dies verschmilzt als Endung -de stets mit dem Komparativ im Sinne von "um so" ("um so älter", "um so besser" etc.),
z.B.: Is móide an trua = Um so größer ist das Bedauern (mó + de = móide)

Ein multiplikatorischer Unterschied kann wie im Deutschen sowohl mit dem Komparativ (z.B. "dreimal älter") als auch mit dem Positiv (d.h. als Äquativ, z.B. "dreimal so alt") ohne Bedeutungsunterschied ausgedrückt werden:

is + Zahl + KomparativIs seacht n-airde é. = Es ist siebenmal höher.
Zahl + uair(e) + níos + KomparativTá sé seacht n-uaire níos airde. = Es ist siebenmal höher.
(is/níos) + Komparativ + faoi + Zahl     Is airde faoi sheacht é. = Es ist siebenmal höher.
Zahl + uair(e) + chomh + PositivTá sé seacht n-uaire chomh ard. = Es ist siebenmal so hoch.

Attributive Verwendung:

Die Bezeichnung "attributiv" ist, wie bereits erwähnt, nur in den deutschen Übersetzungen richtig.
Im Irischen kann der Komparativ eigentlich nicht attributiv verwendet werden.
Es sind daher stets Hilfskonstruktionen (meist in Form eines Relativsatzes) notwendig, in denen der Komparativ dann wieder prädikativ ist.
(z.B. statt "der größere Mann" steht "der Mann, der größer ist" = an fear is mó)

Unbestimmtes Substantiv und unabhängige Steigerung

Nur in diesem Falle kann man níos / níba + Komparativ im attributiven Sinne benutzen.
Da níos ohnehin eine Relativkonstruktion darstellt ("Sache, die ist"), sind hier keine besonderen Veränderungen nötig.
z.B.: Ba mhaith liom carr níos fearr. = Ich hätte gern ein besseres Auto. (wörtl.: "Wäre gut mit-mir Auto Sache-die-ist besser")

bestimmtes Substantiv und/oder abhängiger Komparativ

In jedem anderen Fall, also:

verwendet man gewöhnlich den Komparativ als dir. Relativsatz mit der Kopula
 
Zeitform Form Beispiel
Präsens is + Steigerungsform Tá leabhar is mó agamsa ná do cheannsa. = Ich habe ein größeres Buch als du.
Prät. und Kondit. ba + Steigerungsform Bhí leabhar ba mhó agamsa ná do cheannsa. = Ich hatte ein größeres Buch als du.
Prät. und Kond. vor Vokal/fh ab + Steigerungsform Bhí leabhar ab áille agamsa ná do cheannsa. = Ich hatte ein schöneres Buch als du.

Alternativ, wenn auch seltener, kann ein gewöhnlicher Kopulasatz mit prädikativem Komparativ verwendet werden (s.o.), der jedoch eine mit de angefügte Apposition mit dem Substantiv erhält:

Zeitform Form Beispiel
Präsens Is + Komparativ + de Is fearr de bhia é ná cál ceannann. = Er ist ein besseres Essen als Colcannon.
Präteritum/Konditional       Ba + Komparativ + de      B’fhearr de bhia é ná McDonald’s. = Er war/wäre ein besseres Essen als McDonald’s.

Zur Erklärung: Is fearr de bhia é. (wörtlich: "ist besser von einem Essen es") bedeutet im Sinne der Apposition mittels de: "Es ist besser, ein Essen". D.h., dem Prädikat (in Form des Komparativs) wird eine Apposition mittels de zur Seite gestellt, so daß letztlich dieser Satz bedeutet: "Es ist ein besseres Essen."

Gern genutzt wird diese Konstruktion auch bei längeren Konstruktionen:
z.B.: Ba lú de na hiarrthóirí a bhain amach an t-iomlán den 80 marc i gcomparáid le blianta roimhe sin. = Weniger Kandidaten erreichten die vollen 80 Punkte im Vergleich zu den Vorjahren. (in diesem Beispiel ist "de" nicht nur appositiv sondern auch partitiv interpretierbar, wörtl.: "war weniger von den Kandidaten, die erreichten ...")
Is fearr de bhéile luibheanna agus grá leo ná mart méith agus gráin leis. = Kräuter sind ein besseres Mahl wenn Liebe dabei ist, als fettes Fleisch und Haß dazu. (wörtl.: "Ist besser von Mahl Kräuter ...")

bestimmte Substantive

Bestimmte Substantive mit dem Komparativ in einem Kopularelativsatz sind insbesondere oft jener Fall,  in dem im Deutschen der Superlativ stünde.
Ob ein solcher irischer Ausdruck als Komparativ oder Superlativ zu übersetzen ist, ist nur aus dem Kontext zu ersehen.
z.B.: an fear is mó = der größere Mann oder: der größte Mann (wörtl.: "der Mann, der größer ist")

Hier ist folgendes zu beachten:

Sonstige Verwendung:

Die Komparativform ist oft identisch mit dem substantivierten Adjektiv, dem abstraktem Substantiv (siehe dort)
z.B.: treise = Stärke, minice = Häufigkeit.
Insbesondere dient die Komparativform oft als abstraktes Substantiv des Grades und in entsprechenden Verwendungen, wo im Deutschen eher das normale Adjektiv stünde. z.B.:
dá dheacra é = wie schwer es auch immer ist.
dá mhinice is ea is fearr = je öfter, desto besser.
is cuma a dheacra atá sé = es ist egal, wie schwer es ist
, etc.


Der Äquativ (an chéim chothroim)

Oder auch Grad der Gleichheit (cothroim = comh + trom = gleich stark)

Der Äquativ drückt aus, das 2 Dinge sich gleichen bezüglich einer Eigenschaft (z.B.: "Du bist so groß wie ich.")
Wie im Deutschen, braucht man zur Darstellung 2 Wörter ("so ... wie"): chomh (= "so") und le (= "wie", eigtl. "mit").
Das Adjektiv in der Grundform steht dazwischen. z.B.: chomh mór le Pól = so groß wie Paul
Statt le kann auch agus / is (= "und") mit einem dir. Relativsatz oder anderen Nebensätzen stehen. z.B.: chomh mór agus a bhí sé = so groß wie er war.

Der prädikative Äquativ

Der attributive Äquativ

Der Äquativ als Attribut eines Substantivs, d.h. Aussagen wie z.B.: "ein so guter Mann wie du"


Der Exzessiv (an chéim iomarcach)

Der Exzessiv beschreibt ein Übermaß an einer Eigenschaft, im Deutschen z.B. "zu groß".
Die Bildung des Exzessivs im Irischen erfolgt überwiegend durch die Vorsilbe .
Diese Vorsilbe wird dem Adjektiv in der Grundform vorangestellt. Sie verlangt Lenition und wird mit dem Adjektiv zusammengeschrieben (Ausnahme: Adjektive mit vokal. Beginn).
Beispiele: róshean = zu alt, rómhór = zu groß, rómhaith = zu gut, rófhada = zu lang, ró-ard = zu hoch, ró-óg = zu jung

Alternativen zur Form mit ró sind Folgende:


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© Lars Braesicke 1999 / 2006

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[ 1 ] Im Altirischen existierte noch ein eigenständiger Superlativ, der auf -em/-am endete (sen = alt, sinem = ältest). Nach heutiger Rechtschreibung würde er auf -eamh/-amh enden.
Er geriet jedoch außer Gebrauch, wie auch der einst eigenständige Äquativ auf -ithir/-idir


[ 2 ] lautet älter ioná und wurde daher auch ’ná geschrieben. Es entspricht nicht der Konjunktion ná = "noch".
Ursprünglich im Altirischen lautete es oldaas, indaas, eine zusammengesetzte Relativform des Verbs tá in der Bedeutung "als-ist".


[ 3 ] Die Verwendung eines Satzes mit níos bereitet etwas Erklärungsnot:
Denn ein Satz wie "Tá an bhean níos fearr" ( = "Die Frau ist besser") besteht aus zwei Teilen: einem Hauptsatz "Tá an bhean ní" ( = "die Frau ist eine Sache") und einem für Komperative ülichen Kopula-Relativsatz "is fearr" ( = "... die besser ist").
Problematisch ist der Hauptsatz, der sowohl logisch ("die Frau ist eine Sache") als auch grammatisch (Klassifikationssatz mit bí statt Kopula) schwer erklärlich ist.
Es scheint eher so, daß "ní" ( = "eine Sache") hier nicht als ein Substantiv gesehen wird, sondern als ein Adverb, was die Verwendung von bí (tá) erklärt und auch die logisch falsche Aussage "Frau = Sache" relativiert.
Früher war jenes "ní" auch gar kein Substantiv, sondern ein sächl. Pronomen, a n-í = dasjenige, vergleichbar dem noch heute gebräuchlichen an té = derjenige/diejenige
Dieses "adverbiale" oder gar "pronominale" ní verbindet sich mit der Kopula-Relativform "is" zu "níos".
Regional treten auch Varianten wie níosa (Munster, verlangt Lenition), tíos, díos (Connemara, im Präteritum tí ba, dí ba) auf.


[ 4 ] dankenswerterweise beigesteuert von: Panu Höglund © 2002