Caibidil a Cúig: Die Präpositionen (Na Réamhfhocail)

Unkonjugierte Präpositionen (Na Réamhfhocail Neamhréimnithe)


go / go dtí = zu
go = mit
gan = ohne
mar = wie/als
os = über
seachas = außer, anders als
is = vor (bis)
a = zu
dar = bei

go / go dtí = nach, bis, zu

go dtí wörtlich: "bis komme" (tí ist ein alter Konjunktiv von tar = kommen)
In der Aussprache von go dtí wird gelegtl. go weggelassen: [di:].
Varianten zu go dtí : go nuige (altir.: conicci "bis du triffst"), go ruige (altir.: co-ricci "bis du erreichst") (auch > g'ruig, auf Cape Clear drig)

Anlautveränderungen:

Pronominalformen:

Verwendung:

  1. Ziel räumlicher Bewegung (nach,  zu): go dtí an teach = (bis) zum Haus, go nur bei Ortsnamen ohne Artikel: go Meireacá = nach Amerika (bei Ortsnamen mit Artikel:  siehe do/chun)
  2. zeitliche Erstreckung ( bis ): go dtí an lá sin = bis zu dem Tag , go nur bei idiomat. Wendungen: go maidin = bis zum Morgen
  3. bis auf, außer: Ní fheabhas go dtí é = Es gibt nichts besseres als es

go  = mit

Anlautveränderungen:

Pronominalformen:

- mit Poss.pron.
mit meinem go mo
mit deinem go do
mit seinem gona
mit ihrem gona
mit unserem gonár
mit eurem go bhur
mit ihrem gona

Verwendung:

  1. Grundbedeutung mit (selten bzw. veraltet): go n-onóir = mit Ehren
  2. Maßangaben: ...und einhalb: go leith (wörtl.: "mit halbem"). z.B: trí chéad go leith punt = 350 Pfund
  3. in Redewendung.: go bhfios dom = so weit ich weiß (wörtl.: "mit Wissen zu mir"), go gcuimhin liom = so weit ich mich erinnere, go gclos dom = was ich so höre
  4. ohne folg. Eklipse handelt es sich um eine andere Präposition, siehe go (dtí)

Es spicht einiges dafür, daß die Konjunktion go = daß von dieser Präposition abstammt.
Etymologisch mit latein. "cum" verwandt.

gan = ohne

Anlautveränderung:

Pronominalformen:

Verwendung:

  1. ohne: gan obair = ohne Arbeit
  2. gan ... gan (oder: gan ... ná): weder noch: gan obair gan arán = gan obair ná arán = weder Arbeit noch Brot
  3. zur Verneinung des Verbalnomens: nicht : Tá mé sásta gan siúil = ich bin einverstanden, nicht zu gehen.

mar = wie, als

Anlautveränderung:

Pronominalformen:

Verwendung:

  1. wie,als: mar bhean = als Frau, wie eine Frau
  2. entsprechend, nach (Art von): gach éinne mar a dhúchas = jeder nach seiner Natur
  3. mar atá = als da ist, insbesondere, namentlich
  4. als Apposition: Tá sé fairsing agus fionnuar, mar sheomra = Es ist geräumig und kühl, das Zimmer.
  5. mar gheall ar = wegen: mar gheall ar an mbád = wegen des Bootes
  6. mar le = für: (betrachtet als, in Anbetracht): Is breá an aimsir í, mar le geimhreadh = Es ist schönes Wetter für einen Winter.

os  = über

os ist eine alte Präposition, die heute nurmehr in festen Verbindungen benutzt wird, keine Lenition/Eklipse, auch ós, uas,
früher auch Präpositionalpronomen uasam, uasat, uaiste, uasainn, uasaibh, uasta,
verwandt mit thuas, anuas, suas, lastuas (siehe Richtungsadverbien)

Verwendung:

  1. os cionn = über,oberhalb: os mo chionn = über mir
  2. os comhair, os coinne = gegenüber:
  3. os ard = laut, offen, öffentlich (adverbial)
  4. os íseal = mit leiser Stimme, im Geheimen
  5. os meán = oberhalb des Meßbereichs

seachas  = außer, anders als

seachas ist eine Zusammensetzung aus seach und der Kopula is, daher selten auch seach is oder nur seach (auch mit seltenen Präpositionalpronomen: seacham, seachat, etc.)

Verwendung:

  1. anders als: an teach seachas an ceann seo = ein anderes Haus als dies
  2. andere außer: seachas thú féin = außer dir selbst, daoine seachas ise = andere außer ihr
  3. seachas mar a + direkter Relativsatz: verglichen damit, wie
  4. besser, eher als: seachas a chéile = eher als das andere
  5. nicht: oft hat seachas nur die Bedeutung von dt. "nicht", insbesondere nach einer Berichtigung: Rinne an fear sin, seachas an bhean. = Der Mann hat es getan, nicht die Frau.

seachas braucht immer Vergleichspartner, von denen man sich heraushebt, abtrennt oder unterscheidet. Es ist also relativ.
Will man außer im Sinne einer absoluten Ausnahme verwenden, nimmt man ach (amháin), cé is moite de, diomaite de, z.B.:
seachas mise = außer mir (d.h. neben mir noch andere)
ach amháin mise = außer mir (keiner außer mir)

is = vor (bis)

nur mit Artikel an ( = is an) verwendet (eigtl. is an < i san = in dem)

Verwendung:

a = zu

a wird (fast) nur vor Verbalnomen verwendet,
Es ist eigentlich ein Kurzform der Präposition do = zu.
Gelegentl. in älterer Literatur und in Munster tritt noch do statt a auf:
z.B.: "chun na Gaedhilge d’fhoghluim" = chun na Gaeilge a fhoghlaim = um Irisch zu lernen.

Anlautveränderungen:

Verwendung:

  1. bei Infinitivkontruktionen entspr. wie dem deutschen "erweiterten Infinitiv mit zu", um Objekt und Verbalnomen (z.T. auch Subjekt und Verbalnomen) zu verbinden:
    z.B.: Bhí mé sásta míle a shiúl = Ich war einverstanden, eine Meile zu gehen.
  2. bei deutschem "einfachen Infinitiv mit zu" jedoch nicht oder nur selten eingesetzt
  3. anstelle von ag in der Verlaufsform im Relativsatz:
    z.B.: an fear atá litir a scríobh = der Mann, der gerade einen Brief schreibt. Objekt dann vor VN und im Nominativ/Akkusativ (nicht Genitiv)
  4. Außer vor Verbalnomen tritt a selten auf: z.B. in a chlog = Uhr (in Uhrzeitangaben, entsprech. engl. o’clock): a trí a chlog = 3 Uhr
    (Es ist hier eher eine Kurzform von de, im partitiven Sinne: "3 Stunden von der Uhr")

dar = bei

Eher seltene Präposition, verwendet in Beteuerungen, Ausrufen und ähnl. Wendungen.
z.B.: dar Dia! = bei Gott!, dar m’anam! = bei meiner Seele!, dar m’fhocal! = bei meinem Wort!


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